Kochen mit Wein – 4 hilfreiche Tipps

von Ina-Johanna Becker

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Kochen mit Wein

Tag ein, Tag aus wird in der YouWine-WG vorzüglich gekocht. Nichts ist besser als den Abend mit einem guten Glas Wein und tollem Essen abzuschließen und sich dabei untereinander auszutauschen. Kochen mit Wein heißt das Thema.

Kochen mit Wein – Das lässt feine Gerichte noch raffinierter werden

Mittlerweile reichen unsere Kochkünste schon längst über die solide Studentenküche hinaus und gute Zutaten werden uns immer wichtiger. Besonders Gerichte die durch Wein den richtigen Pepp erlangen sind genau unser Ding. Doch mit Wein zu kochen verlangt ein wenig Überlegung in der Küche und kann in ein alkoholisiertes oder gar ungenießbares Debakel ausarten. Doch keine Angst vor dem Thema Kochen mit Wein – euer YouWine Team hat sich zusammengesetzt und dabei die wichtigsten Faustregeln zusammengetragen. Also ran an die Töpfe!

I. Welcher Wein passt in welches Gericht?

Unserer WG ist zwar noch kein Sternekoch beigetreten, aber generell haben wir folgende Erfahrungen gemacht:

  • – Weißwein passt zu hellem Fleisch samt hellen Soßen (am besten eigenen sich neutralere Sorten wie Müller-Thurgau, Weiß- oder Grauburgunder)
  • – Rotwein zu dunklem Fleisch und dunklen Saucen (ein Gulasch lässt sich z.B. wunderbar mit einem Dornfelder ablöschen, da dieser farbintensiv ist und natürlich auch geschmacklich passt)
  • – Bei hellen Soßen und Fischgerichten empfiehlt es sich den Kochwein der Rebsorte, der Herkunft und dem Alter des späteren Trinkweines anzupassen. Somit ist die Harmonie garantiert.
  • – Gerichte die von sich aus bereits viel Säure mitbringen sollten vorsichtig und wenn überhaupt, mit nur sehr kleinen Mengen Wein verfeinert werden.
  • – Man sollte wissen, dass Rieslingweine in der Regel viel Säure enthalten – allerdings kann man auch zu Rieslingen mit eher verhaltener Säure greifen. Fragt beim Fachändler oder Winzer nach.
  • – Trocken, halbtrocken, lieblich – bei Sahnesoßen sind wir uns einig, hier muss es ein trockener Weißwein sein und bei hellem sowie leichtem Fleisch passen auch halbtrockene Weine ganz wunderbar. Ansonsten ist es eine Frage der persönlichen Vorliebe.

II. Was mir schmeckt, schmeckt auch meinem Gericht!

Es ist völlig gang und gebe einen Wein für 1,99 Euro aus dem Tetrapack zum Kochen zu verwenden. Warum sollte man auch tiefer in die Tasche greifen, wenn der Wein nur in den Kochtopf kommt? Doch das ist ein völlig falscher Ansatz! Man sollte immer nur einen Wein verwenden, den man auch selbst trinken würde.

Ein Wein für 1,99 Euro aus dem Tetrapack zum Kochen genügt? – oder nicht?

Auch beim Wein zum Kochen sollte in Punkto Qualität keine Abstriche gemacht werden. Untrinkbarer “Billigwein”, verkorkte oder umgekippte Flaschen können das Kochergebnis empfindlich stören oder sogar ruinieren. Greift also demnächst zu einem guten Qualitätswein eures Vertrauens und verkostet den Wein vorher, oder macht euch einen gemütlichen Kochabend und schenkt euch ein Glas ein – es lohnt sich!

III. Lieber „zu wenig“ als „zu viel“!

Ausgenommen von Gerichten auf Weinbasis, sollte die Tendenz immer zu „weniger Wein“ als zu „mehr Wein“ gehen. Zwar verflüchtigt sich der Alkohol, doch ganz schnell kann das Gericht zu weinhaltig oder zu säuerlich wirken. Somit sollte Wein wie eine „Gewürzzugabe“ betrachtet werden.

Kochen mit Wein

Kochen mit Wein

IV. Wein zum Kochen am Anfang zugeben!

Wein wird beim Kochen oft zum Ablöschen verwendet. Dies hat den Effekt, dass Röstbestandteile des Bratensatzes vom Topfboden gelöst werden und in die Soße bzw. das Gericht gelangen. Bei Schmorgerichten oder Risottos, kann immer wieder Wein nachgegossen werden. Allerdings sollte kurz vor Abschluss des Garvorgangs kein Wein mehr hinzugegeben werden, da dieser sonst nicht mehr die Chance hat zu verkochen. Es verbleibt ein zu dominanter, eventuell auch alkoholischer Weingeschmack. (Außer natürlich dies sollte gewünscht sein 😉 )

Ihr habt noch Fragen oder Anregungen zum Thema Kochen mit Wein? Schreibt uns gerne!

Foto ganz oben: greatstock | Photodune.net

Über Ina-Johanna Becker

Die besondere Nähe zur Produktion von Wein im elterlichen Weingut und die sehr versierte Orientierung zu einer wirtschaftlichen Ausbildung legten den Grundstock für YouWine.

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