Pinot Grigio, Amarone und die 3 B’s – Italiens Weinwelt bietet mehr. Teil 2

von Ina-Johanna Becker

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Bekannt und beliebt sind die Klassiker Pinot Grigio und Chianti. Neben Amarone, den 3 B’s, Barolo, Barbaresco und Brunello hört aber schon für viele die Vielfalt der italienischen Weine auf. Dabei bietet Italiens Weinwelt eine große Auswahl an weiteren Weinen und autochthonen Rebsorten. Allein aus diesem Grund lohnt es, sich ein wenig umzuschauen. Wir von YouWine zeigen euch im zweiten Teil unseres Artikels über Italiens Weinwelten weitere Rebsorten auf, nach denen ihr demnächst Ausschau halten könnt.

Italiens Weinwelten und Rebsorten – unentdeckte Potenziale

Von Nord nach Süd – Vier Rebsorten die es in sich haben:

Dolcetto – der harmonische Rote

Dolcetto heißt übersetzt „der kleine Süße“ und ist die drittwichtigste Rebsorte des Piemonts. Dennoch wird der Rotwein in der Regel trocken ausgebaut. Denken wir an das Piemont, fallen uns nebelverhangene Weinberge ein, Trüffel, Barolo und Barbaresco. Während die ganze Welt stetig zu diesen Bekanntheiten aus dem Piemont greift, wird am italienischen Tisch dagegen ein Dolcetto gereicht. Warum? Dolcetto ist der perfekte Alltagswein – moderat in Alkohol und Säure mit einem delikaten fruchtigen Charakter und interessant herben, leicht bitteren Geschmack nach Mandeln. Als Speisenbegleiter eignet er sich schon zum Mittagstisch und für Genießer mit säureempfindlichen Magen.

Pecorino – wiederentdeckte Qualität

Die autochthone Weißweinsorte Pecorino ist hauptsächlich in den mittelitalienischen Anbaugebieten Abruzzen und Marken beheimatet, man findet Sie aber auch vereinzelt in Latium und Umbrien. Sie hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen italienischen Schafskäse zu tun. Pecorino ist eine eher seltene, aber sehr hochwertige Rebsorte. Lange Zeit vergessen, erlebt sie nun wieder einen Aufschwung. Seit 2011 hat die Weißweinsorte ihre Präsenz, vor allem in den Abruzzen, verdreifacht (dort ca. 900 ha, Stand Nov. ’14). Diese Entwicklung verdankt sie ihrer Qualität. Es ist eine Sorte die Weine von großer Komplexität hervorbringen kann, mit feinen Aromen von gelben Früchten wie Aprikosen und Mirabellen, aber auch Noten von Birnen und Limetten, sowie dem Duft von Kräutern, Salbei und Frühlingsblumen. Die Entwicklung im Glas ist langsam, etwas Geduld und Sauerstoff führt zur Hervorhebung der Aromatik. Am Gaumen ist Pecorino meist voll und lang anhaltend, dabei immer elegant und gekennzeichnet durch eine frische Säure.

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Falanghina – aromatisch, antik, weiß

Wir fahren noch weiter südlich durch die italienischen Anbaugebiete und landen im mittleren Süden Italiens. Vor allem in Kampanien aber auch in dem kleinen Gebiet Molise treffen wir auf die Sorte Falanghina. Falanghina ist eine sehr alte, je geradezu antike Rebsorte, die ihren Ursprung wohl im alten Griechenland hat. Von da aus kommend, wurde sie nach Italien verbreitet. Falanghina kann sehr aromatische Weine hervorbringen, mit viel Würze und einem reichen Bukett. Von floralen Noten über Pfirsich, Banane, reifer Birne bis hin zu kandierten Zitrusfrüchten und Zimt. Bei Falanghina-Weinen, welche auf vulkanischem Gestein wachsen wird manchmal auch von lang anhaltenden und eleganten mineralischen Noten berichtet.

Aglianico – Rotwein mit Tiefe

Aglianico ist eine relativ wenig bekannte, dunkle und dickschalige rote Rebsorte, die das Potential hat, eine der feinsten Italiens zu sein. Gute Erzeuger bringen herausragende Qualitäten auf die Flasche. Nein, sie gehört nicht zu den sofort zugänglichen, geschmeidigen Geschöpfen die es dem Weinliebhaber leicht macht, sich sofort in sie zu verlieben. Das liegt am hohen Gerbstoffgehalt und der prägnanten Säure der Traube. In jungen Jahren gibt sie sich eher spröde. Jedoch, nach einigen Jahren der Lagerung öffnet sich der Wein. Der geduldige Genießer wird mit einem farbintensiven, charakterstarken Wein, mundfüllend samtig mit kräftigen Noten nach schwarzen Beeren, Leder und Gewürzen belohnt. Am stärksten verbreitet ist die Rotwein-Rebsorte Aglianico im italienischen Kampanien und in der Basilikata im Süden Italiens.

Wer den ersten Artikel über Italiens Weinwelten und seine Rebsorten verpasst hat kann ihn hier nochmal nachlesen.

Das waren unsere vinophilen Anergungen aus Italiens Weinwelten, die es neben Pinot Grigio, Amarone und den 3 B’s noch zu entdecken gibt. Habt Ihr Fragen, Anregungen oder italienische Weine, die euch besonders am Herzen liegen? Schreibt uns oder nutzt die Möglichkeit unseren Artikel zu kommentieren. Wir freuen uns auf eure Nachrichten.

Fotos (v.o.n.u.): Beitragsbild PHOTOERICK/fotolia, Patryk Kosmider/fotolia

Über Ina-Johanna Becker

Die besondere Nähe zur Produktion von Wein im elterlichen Weingut und die sehr versierte Orientierung zu einer wirtschaftlichen Ausbildung legten den Grundstock für YouWine.

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