Welches Glas für welchen Wein – kleine Weinschule

von Torsten Proschwitz

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welches glas für welchen wein

Unterwegs, im Park oder im Urlaub trinkt man gerne einen Wein auch mal aus einem Wasserglas oder Becher. Aber welches Glas für welchen Wein und welche Weingläser braucht man wirklich? Zu Hause hat der ein oder andere Kenner, eine ganze Armada an unterschiedlichsten Weingläsern zum Servieren des Weines. Ist das wirklich notwendig? Wir verraten euch worauf es ankommt.

Welches Glas für welchen Wein?

Um Wein in all seinen Facetten genießen zu können, wird das richtige Weinglas benötigt. Schöne Gläser sind nicht nur ein Augenschmaus, in den entsprechenden Formen bringen sie den Wein erst richtig zur Geltung. Es steht fest, dass bestimmte Glasformen unterschiedliche geruchliche und damit im Endeffekt, auch geschmackliche Erlebnisse fördern. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie stark der Einfluss auf die wahrgenommenen Aromen sein können. Probiert es am besten einmal selbst aus! Nehmt euren Lieblingswein, sowie mehrere unterschiedliche Weingläser und überprüft wie sich die Wahrnehmung ändert. Ein und der selbe Wein aus verschiedenen Gläsern genossen, kann sich so präsentieren als wäre es eben nicht der selbe, sondern ein ganz anderer Tropfen.

So wählt ihr das richtige Weinglas aus

Stiel! Ja ein gutes Weinglas sollte schon einen Stiel haben. Hat ja auch keinen Stil, so ganz ohne Stiel. Also im Ernst, mal abgesehen

Welches Glas für welchen Wein

Weißweinglas von Schott Zwiesel – Serie Diva

davon, dass es sich leichter Schwenken lässt mit Stiel, wird der Wein dabei auch nicht durch die eigene Handwärme beeinflusst. Wer will schon erwärmten Wein trinken?

Dünnwandig! Ein filigranes Weinglas sorgt für einen subjektiv besseren Geschmackseindruck beim Trinken.

Bauchig! Vergessen wir die alten “Römer” oder Weingläser, welche geformt sind wie der Buchstabe “V”. Das richtige Weinglas hat einen Bauch und verjüngt sich nach oben hin. Das heißt es wird schmaler. Diesen Teil nennt man Kamin und dieser bündelt die Aromen, so dass sie von uns besser wahrgenommen werden können.

Welche Weingläser brauche ich wirklich?

Viele Glashersteller bieten für fast jede Rebsorte spezielle Produkte an. Das erachte ich als tatsächlich nicht dringend notwenig. Prinzipiell ist man mit drei Gläsern gut gerüstet. Welches Glas für welchen Wein benötigt wird hängt von der Weinart ab. Für Weißweine eignet sich ein etwas kleineres Glas, wie beispielsweise das “Riesling Diva Living 2 von Schott Zwiesel”. Jedes andere Glas mit ähnlicher Form geht selbstverständlich auch. Viel mehr Gläser braucht man für Weißweine nicht. Natürlich schmeckt aus diesem Glas auch ein Rosé.

Bei den Rotweinen gestaltet sich das richtige Weinglas schon etwas komplexer. Wir empfehlen zwei unterschiedliche. Zum einen ein

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Ein Burgunderpokal ist besonders “bauchig”. Serie Diva von Schott Zwiesel.

sogenannter “Burgunderpokal” für alle “Burgunder Weine”. Dies ist ein sehr bauchiges Glas bei welchem sich die feinen Aromen eines eleganten Burgunders entfalten können. Wir reden hier also in erster Linie von Weinen der Rebsorten Spätburgunder, bzw. Pinot Noir und meinen damit nicht nur Weine aus der Region Burgund. Allerdings kann dieses Glas auch sehr gut für Weiße Burgundersorten benutzt werden, wie Weißburgunder, Grauburgunder oder Chardonnay, welche etwas schwerer sind. Holzfassgereifte Burgunder trinkt man also am besten aus einem Burgunderglas.

Zusätzlich könnte man sich noch ein sogenanntes “Bordeauxglas” zulegen. Dieses ist weniger bauchig, als der Burgunderpokal, hat dafür aber einen längeren Kamin. Ein vielfältig einsetzbares Rotweinglas. Aus diesem Glas lassen sich wunderbar Bordeaux, Riojas, schwere italienische Weine oder auch Shiraz und viele, viele mehr trinken.

Wie wäre es mit einem Universalglas?

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Mit einem Bordeauxglas ist man gut gerüstet.

Wem drei Gläser zuviel sind und dennoch nicht auf guten Weingenuss verzichten möchte, dem empfiehlt sich ein Universalglas, dass sich gut für die meisten Rot-, Rosé- und Weißweine eignet. Das richtige Weinglas ist in diesem Fall etwas größer als das hier abgebildete Weißweinglas und etwas kleiner als das Bordeauxglas. Eben ein Glas das dazwischen liegt. Auch hier bieten eine Reihe von Herstellern gute Lösungen an.

Wir hoffen, dass ihr jetzt etwas besser Bescheid wisst, welches Glas für welchen Wein benötigt wird. Das richtige Weinglas zu finden ist gar nicht so schwer. Falls ihr noch Fragen zum Thema habt, stehen wir euch gern zur Verfügung!

 

 

 

 

 

Über Torsten Proschwitz

Während seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann und als Weinkellner entdeckte Torsten seine Leidenschaft zum Wein. Anschließend führte ihn die Weinleidenschaft nach Geisenheim, wo er an der rennomierten Hochschule für ...

2 Gedanken zu Welches Glas für welchen Wein – kleine Weinschule

  1. Stephan Antworten 18. November 2014 at 9:37

    Ein ordentliches Sektglas braucht man aber schon auch noch! 😉

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    • Torsten Proschwitz Antworten 18. November 2014 at 18:16

      Da gebe ich dir recht. Allerdings habe ich bewusst Sekt und Dessertwein außen vor gelassen um den Leitfaden kompakt zu halten 😉

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