Wir haben da etwas Nettes vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett probiert!

von Ina-Johanna Becker

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Weingut Nett

Inmitten der Toskana Deutschlands liegt das Weingut der Familie Bergdolt-Reif & Nett. Schon die fünfte Generation in Folge ist hier am Werk.

Das Weingut

Das erste mal ist uns Bergdolt-Reif & Nett auf der Weinplus Convention in München augefallen. Anders, frisch aber so bodenständig wirkt das Weingut samt Team. Zwischen den Städten Speyer und Neustadt an der Weinstraße wachsen hier die Trauben in Duttweiler neben Mandelbäumen. Das mediteranne Klima der Pfalz lässt hier auf vorwiegend Löß und Lehmschichten die Reben optimal gedeihen. Nimmt man hier noch zielstrebige Macher, wie die von Bergdolt-Reif & Nett, enstehen mehr als überzeugende Weine.

„1838“ Rotweincuvée trocken 2013 – ein Wein mit Geschichte

Genau 1838 wurde ein Sandstein-Gewölbekeller an das Weingut angeschlossen und sollte als Grundstein für die folgenden Generationen dienen. Die Cuvée wurde natürlich hier gelagert. Wir von YouWine haben davon mal eine Flasche probiert.

Zusammengestellt aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Lagrein und Dornfelder präsentiert der Tropfen eine satte rote Farbe. Dabei erstaunte uns die Zusammenstellung der Rebsorten. Etwas untypisch geselllt sich hier die Rebsorte Lagrein zu den anderen. Gebürtig ist die Rebsorte Lagrein ja eine Südtirolerin und mit knapp 500 Hektar auch nicht so weit verbreitet. Doch hier macht sie sich ganz gut. In der Nase etwas verhalten braucht dieser Wein etwas Luft um seine wahre Pracht zu zeigen. Mit der Zeit zeigen sich geröstete, und leicht marmeladige Töne. Auf den ersten Schluck wirkt der 1838 von Weingut Bergdolt-Reif & Nett zugänglich und trinkreif. Nebenbei gefallen uns Aromen von satter Kirsche, Pfeffer, süßes Marzipan und etwas reife Brombeere – schlicht ausgedrückt eine delikate Fruchtbombe. Trotz Ausbau im großen Holzfass und im Barrique, dominiert zu keinem Zeitpunkt das Holz. Er macht nicht satt und zeichnet sich für uns durch seine elegante Samtigkeit auf der Zunge aus.

Fazit – ganz schön nett!

Die Cuvée macht auf uns einen überaus eleganten Eindruck. Die internationale Zusammenstellung der Rebsorten hat uns mehr als überzeugt. Gerade für Rotweinnovizen bietet sich der 1838 als guter Einstiegswein an. Für Weinfreaks vielleicht etwas zu sehr Mainstream – zeichnet sich die „1838 Rotwein-Cuvée trocken“ gerade durch seine unkomplizierte Art aus. Manchmal darf es eben auch einfach und unkompliziert bleiben.

 

 

Über Ina-Johanna Becker

Die besondere Nähe zur Produktion von Wein im elterlichen Weingut und die sehr versierte Orientierung zu einer wirtschaftlichen Ausbildung legten den Grundstock für YouWine.

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