Pilz und Wein, das lass sein?

von Caroline Jäger

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Geschmacksexplosion: Pfifferlinge und Wein im Duett

Sie sind dottergelb, prall und saftig und riechen angenehm nach Aprikose: frische Pfifferlinge. Ihr Geschmack? Mild-würzig und leicht pfeffrig. Darauf bezieht sich sogar ihr Name, der aus dem Mittelhochdeutschen stammt. Genießer können sich jetzt besonders freuen, denn Pfifferlinge haben Saison. Je nach Wetter dauert die Saison für die kleinen, würzigen Pilze von Anfang Juli bis Ende Oktober.

Geschmacksverstärker der besonderen Art: Pfifferlinge mit trockenem Weiß- und Rotwein

In Kombination mit einem saftigen Grauburgunder mit Aromen von Orangenblüte und einer subtilen Würzigkeit, entwickelt der Pfifferling sein volles Potenzial. Doch wer denkt, dass zu Pfifferling-Gerichten nur ein weißer Wein passt, der irrt. Auch ein eleganter und feingliedriger Trollinger etwa passt ganz hervorragend. Helle, nicht zu süße Sauerkirsche und roter Pfeffer sorgen für eine frische Rassigkeit und unterstreichen das besondere Pfifferling-Aroma, statt es zu übertünchen.

Der Spruch „Pilz und Wein, das lass sein“ trifft nur auf einige Ausnahme-Pilze zu,  nämlich den Faltentintling, den Hexenröhrling oder den Trichterling, die dann eine gewisse Unverträglichkeit hervorrufen können.

Einfach lecker: Rezept für Pfifferling Bruschetta

Lust auf Pfifferlinge bekommen, aber keine Zeit für ein aufwändiges Gericht? Wir haben ein schnelles und doch so leckeres Rezept für einen Pfifferling Bruschetta. Dazu einen kleinen Salat servieren und einen Wein, der das Gericht unterstreicht und nicht überdeckt – je nach Herzenslaune kann das ein weißer oder roter Wein sein. Zutaten für 2 Personen:

  • 4 Scheiben Ciabatta oder Schwarzbrot
  • 3 TL Butter
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Limburger Käse oder Raclette-Käse (100 g)
  • 150 g frische Pfifferlinge
  • 1 Flasche Grauburgunder oder einen roten Trollinger
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Zuerst die Pfifferlinge mit einem Pinsel oder Küchenrolle reinigen, nicht waschen. Die Pilze in einer beschichteten Pfanne in wenig Öl anbraten, danach noch 3 – 4 Minuten langsam unter häufigem Wenden durchschmoren lassen. Die Pfanne zur Seite stellen, die Pfifferlinge salzen und leicht mit Pfeffer bestreuen, danach etwas auskühlen lassen. Einen Bund Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. 4 Scheiben Brot auf beiden Seiten hell anrösten. Jede Brotscheibe auf einer Seite dünn mit Butter bestreichen danach sehr üppig mit dem Schnittlauch bestreuen. Auf den Schnittlauch jeweils eine dünne Scheibe Limburger legen. Darüber schön bergartig die gebratenen Pfifferlinge geben. Im Backofen backen, bis der Käse schön geschmolzen ist. Essen&Trinken hält weitere tolle Rezepte rund um Pfifferlinge bereit. Für noch mehr Inspiration, einfach in unserer Rubrik Wein & Speisen oder in unserem Rezeptbook vorbeischauen.

Fakten rund um den Pfifferling:

  • Pilze sind weder Lebewesen noch Pflanzen. Und das ist gerade das Spannende und Geheimnisvolle daran. Und noch etwas: sie sind der größte Organismus der Erde.
  • 100 Gramm Pfifferlinge enthalten gerade einmal 38 Kalorien. Noch dazu sind die beliebten Waldpilze nahezu fettfrei und enthalten kein Cholesterin.
  • Pfifferlinge sollten roh nicht gegessen werden, da die Zellwände Chitin enthalten.
  • Zu Pfifferlingen in Sahnesauce braucht es etwas Kräftiges, das die üppige Sahne auffängt. Hier bieten sich ein reifer Chardonnay, ein Grüner Veltliner mit viel Power oder ein Weißburgunder an. Diese Weißweine passen auch zu gebratenen Pfifferlingen oder Pfifferlingen mit Ei. Mit dem Unterschied, dass es da sogar ein Roter sein darf.
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