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Blanc de Noir & Blanc de Blanc: Wir erklären euch den Unterschied

von Julia Heimsch

Rubrik: ,

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Nicht nur in Frankreich wird Blanc de Noir und Blanc de Blanc hergestellt. Wir erklären was dahinter steckt!

Ursprünglich stammen Blanc de Noir und Blanc de Blanc aus dem Französischen, und zwar genau genommen aus der Champagne. Ein Champagner wird in der Regel aus drei Rebsorten hergestellt, Pinot Noir (Spätburgunder), Pinot Meunier (Schwarzriesling) und Chardonnay. Interessanterweise sind zwei der Rebsorten rot.

Für den “Blanc de Noir” dürfen alle roten Rebsorten verwendet werden, die im Rebsortenverzeichnis als Noir-Trauben gekennzeichnet sind. Vorrangig werden, wie auch in der Champagne die Rebsorten Pinot Noir und Pinot Meunier verwendet. Im Gegensatz zum Blanc de Noir steht der “Blanc de Blanc”, der nur aus weißen Trauben hergestellt wird. Er ist deutlich teurer als die Blanc de Noir-Erzeugnisse, da auch die für den Blanc de Blancs ausschließlich verwendeten Chardonnay-Trauben im Handel teurer sind.

Aber wie kann dann ein weißes prickelndes Getränk entstehen? 

 

Blanc de Noir stammt aus dem französischen und bedeutet „Weißer aus schwarzen“. Der Name ist Programm! Aus roten Trauben entsteht ein Weißwein.
Blanc de Noir
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Blanc de Blanc
.

 

Blanc de Blanc ist das Gegenteil des Blanc de Noirs, und bedeutet „Weißer aus weißem“. Hier werden weiße Trauben verwendet.

Herstellung

 

Jeder Schritt der Herstellung hat Auswirkungen auf die Qualität der Weine. Zum einen wirkt die Herstellung sich auf den Geruch und den Geschmack des Weines aus, aber auch die Intensität und Klarheit der Farbe kann beeinflusst werden. Wird ein Wein nicht sauber und ordentlich ausgebaut, so können Weinfehler entstehen. Aber Sauberkeit ist nicht der einzige Grund für Weinfehler. Schauen wir uns jetzt die Herstellung genauer an:

Der Herbst ist da!

Im ersten Schritt werden die Trauben gelesen, ob rote oder weiße das macht kein Unterschied. Das Lesegut sollte aber im besten Fall gesund und unbeschädigt sein. Denn wenn rote Trauben schon beim Transport beschädigt werden, können aus der Haut Farbstoffe austreten und so färbt sich der Traubensaft rot. Schließlich wollen wir ein helles Produkt.

Traubenwagen
Ganztraubenpressung!
Spätburgunder

Mittlerweile hat sich die Ganztraubenpressung etabliert und wird in vielen Weingütern angewendet. Dieses Verfahren wird bei fein strukturierten Rieslingen oder auch bei weißem Qualitätswein, welcher aus roten Trauben hergestellt wird, angewendet. In diesem Fall entfällt das Einmaischen sowie die Maischestandzeit. Die Maische wird direkt in eine Presse gegeben und der Saft wird von den Traubenbestandteilen getrennt, um so keine roten Farbpigmente in dem Most zu haben.

Einmaischen!
Maische

Bei der Ganztraubenpressung wird der Schritt des Einmaischens weggelassen.

Auf dem Bild erkennt man schon sehr gut, dass die Farbstoffe sich aus der Traubenschale gelöst haben.

Jetzt wird gegärt!

Bevor der Wein in Ruhe gären kann, wird noch Zucker zum Most gegeben, um später mehr Alkohol zu erhalten. Jetzt wird gegärt! Zucker wird mit Hilfe von Hefe zu CO2 und Alkohol umgewandelt. Spezielle Reinzuchthefen werden in den Most gegeben, damit die Gärung in Gang kommt. Bei der Umwandlung von Zucker in CO2 und Alkohol gibt die Hefe Energie in Form von Wärme ab. Diese Wärme ist nicht besonders gut, da der Most noch relativ unstabil ist und mikrobiologische Vorgänge passieren können. Aus diesem Grund wird der Most bei der Gärung in speziellen Tanks gelagert, die den Most auf einer bestimmten Temperatur halten.

Der Abstich!
Abstich Weinherstellung

Ist die Gärung am Ende, so sinken die abgestorbenen Hefepartikel ab. Jetzt wird der Wein abgezogen, dies geschieht meistens durch Absaugen von oben. Anschließend müssen noch die letzten Trübstoffe mit Hilfe von Filtration entfernt werden.

Jetzt bekommt der Jungweine seine verdiente Ruhe!

Im letzten Schritt bekommt der Jungwein seine Ruhe und kann zu einem geschmackvollen Weißwein in Edelstahltanks oder Holzfässern reifen.

Auf dem letzten Bild erkennt man, die Lagerung der Klassischen Flaschengärung bei Champagner.

Jetzt können wir den Wein zu jeder Gelegenheit genießen!
Blanc de Noir

Ein kleiner Einblick in die Herstellung!

 

Rechtliche Regelungen

 

§

Der Begriff “Blanc de Noir” hat sich mittlerweile in Deutschland fest etabliert.

Eine rechtliche Regelung gibt es bisher nicht. Dafür gibt es einige Punkte, die bei den Weinkontrollen als allgemein geltend angesehen werden. Um den Begriff “Blanc de Noir” zu verwenden, muss der Wein komplett aus hell gekeltertem Lesegut einer oder mehreren Rebsorten stammen, die im Rebsortenverzeichnis als Noir-Sorten definiert sind. Werden mehrere Rebsorten verwendet, so wird der Begriff “Blanc de Noirs” verwendet. Der Buchstabe “S” steht hier für die Mehrzahl.

Für die Angabe “Weißherbst” muss der Wein zu 95% aus hell gekelterten Most einer einzigen Rebsorte bestehen. Wird ein Spätburgunder Weißherbst produziert, so darf ergänzend auf dem Etikett die Angabe “Blanc de Noir” verwendet werden. Es kann aber auch auf “Weißherbst” verzichtet werden und die Angabe der Rebsorte in Kombination mit “Blanc de Noir” genügt aus.

Anstatt dem Begriff “Blanc de Noir” darf auch die Angabe “weiß gekeltert” verwendet werden

Geschmacksrichtung

 

In der Farbe zeigt sich der Blanc de Noir mit hellgelben bis hell goldgelben Reflexen im Glas, manchmal erkennt man einen leichten Rosé-Ton.

Geschmacklich präsentieren sich Aromen von heimischen Früchten wie Birne und Apfel aber auch Noten von Waldbeeren wie Erdbeeren oder Himbeeren.

Am besten korrespondiert ein Blanc de Noir zu Meeresfrüchten oder hellem Fleisch wie Wiener Schnitzel oder Hühnchen mit einem Pilz Risotto. Aber auch Solo lässt der Wein sich super genießen.

Blanc de Noir von YouWine.de

Blanc de Noir
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Fotos v.o.n.u.: YouWine UG, YouWine UG, eliasbilly/fotolia, Robert_Kneschke/fotolia, mdworschak/fotolia, YouWine UG, YouWine UG, YouWine UG,  MaskimShebeko/fotolia, antonchalakov/fotolia, YouWine UG, PANORAMO/fotolia, YouWine UG, Robert_Kneschke/fotolia

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