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10 Begriffe aus der Weinwelt die man kennen sollte – Teil 2

von Ina-Johanna Becker

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weinvokabular

Wir von YouWine möchten etwas Licht in das oft zu überschätze Weinvokabular bringen. Nach unserem ersten Teil haben wir einige Fragen zu bestimmten Ausdrücken zugesendet bekommen, sodass wir damit problemlos unseren zweiten Teil füllen konnten.

Depot

Oder auch Bodensatz genannt, umschreibt die dunkelfarbigen, pulvrigen Ablagerungen in manchen Weinflaschen. Hauptsächlich findet man Depot bei Rotweinen. Bei Weißweinen ist es eher der Weinstein der sich in der einen oder anderen Flasche auch mal absetzten kann. Doch keine Angst vor dem Bodensatz. Es ist kein Anzeichen dafür, dass der Wein schlecht wäre. Im Laufe der Alterung eines Weines bilden sich Verbindungen durch Stoffe wie Hefen, Farbstoffe, zurück gebliebenen Pflanzenstoffe und vor allem aus dem enthaltenen Tannin des Weines. Ab einem bestimmten Punkt sind diese so schwer, dass sie auf den Flaschenboden absinken und sich nicht weiter in der Schwebe halten können.

Kann ich das Depot mittrinken?

Es soll ja Weingourmets geben die das Depot auf dem Frühstücksei verspeisen oder ihre Pasta damit verfeinern. Schädlich ist es nicht, doch ratsam ist es das Depot mit Hilfe eines Dekanter vom Wein zu trennen. Die kaffeesatzartige Substanz könnte nämlich den Weingenuss beeinträchtigen.

Mineralität

Ebenfalls ein Begriff wie „Terroir“ der nur schwer zu fassen ist und übermäßig innerhalb der Weinszene genutzt wird. Zunächst einmal wird dieser Ausdruck verwendet um den Duft und Geschmack eines Weines zu umschreiben, hervorgerufen durch den Boden auf dem die Reben wachsen wie zum Beispiel Granit, Schiefer oder auch Vulkangestein. Tatsache ist aber auch, dass Mineralstoffe im Wein in so geringen Mengen vorliegen, sodass sie nicht wahrgenommen werden können und zudem geruchsfrei sind. Höchstens ist es möglich mit unseren menschlichen Sinnen eine salzige Note wahrzunehmen.

Wie erkennt man Mineralität?

Doch was ist dran an dem Ausdruck Mineralität, wenn Sand und Steine nicht riechen aber mit zunehmender Feuchtigkeit sehr wohl einen gewissen Duft preisgeben? Sobald ein Weintrinker von Mineralität spricht, assoziiert er etwas mit dem Wein. Es können Eindrücke von Jod, nasser Kreide oder etwas Salziges auf der Zunge sein wofür dann der elegantere Ausdruck Mineralität verwendet wird. Somit ist es eine Assoziation und ein Überbegriff für all die Aromen die nicht in die Kategorie blumig oder fruchtig eingeordnet werden können. Wenn ein Wein denn nun an salzige Oliven oder an den Duft von nassen Sand erinnert, darf durchaus der Ausdruck Mineralität verwendet werden.

Autochthon

Das Wort autochthon ist eine Bezeichnung für Rebsorten, die oft nur Regional verbreitet sind und auch aus diesen Anbaugebieten oder Regionen stammen. Autochthon bedeutet demnach so viel wie eingeboren oder einheimisch.

Weinstein

Eines vorweg Weinstein ist kein Weinfehler. Öfters auch im Backpulver zu finden, begegnet ihr in der Fachsprache dem Weinstein unter den Namen Kaliumhydrogentartrat. Ganz grob lässt sich sagen, dass 1g Weinstein aus 0,2g Kalium und 0,8g Weinsäure besteht. Weinstein kann als einzelner Kristall oder auch verklumpt auftreten. Möchtet Ihr mehr über Weinstein wissen? Unser lieber Kollege Rob hat darüber eine ganz unterhaltsame Abhandlung geschrieben. Weinstein ist nicht gleich Frankenstein

Oechsle

Oechsle ist eine entscheidende Maßeinheit der Zuckerkonzentration der Traube und bestimmt die spätere Qualität des Weines. Entwickelt wurde die Maßeinheit Oechsle von Ferdinand Oechsle und gibt an wie viel Gramm ein Liter Most mehr wiegt als ein Liter Wasser. So weisen hohe Qualitäten wie Beerenauslese einen höheren Oechslegrad in der Traube auf als zum Beispiel ein Qualitätswein.

 

Über Ina-Johanna Becker

Die besondere Nähe zur Produktion von Wein im elterlichen Weingut und die sehr versierte Orientierung zu einer wirtschaftlichen Ausbildung legten den Grundstock für YouWine.

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